Zauberakademie München als Gründungsidee bei T-Online
Magie und Hokuspokus
| Vor 25 Jahren gründete Harold Voit Deutschlands renommierteste Magierschmiede, die Zauberakademie (ZAD) in Pullach bei München. Es gibt nicht viele reguläre Zauberschulen. Bis vor wenigen Jahren war die ZAD in ganz Europa einzigartig, doch das Interesse hat sich - seit Harry Potter und Co. gesteigert. | ||
Zauberakademie
Wenn die Schauspielerin Marianne Sägebrecht im Kultfilm “Out of Rosenheim” lächelnd “Magic” sagt und den Fernfahrern Münzen oder Blumen aus den Ohren zieht, dann hat dabei Harold Voit seine Hand im Spiel. Der 57-Jährige ist der Begründer von Deutschlands renommiertester Magierschmiede, der Zauberakademie (ZAD) in Pullach bei München. Jetzt feiert die ZAD ihr 25-jähriges Bestehen.
Bei Firmenfeiern und privaten Feten
“Nach einem Infotag war für mich klar, das will ich lernen”, sagt Magierin Eva. Seit zehn Jahren besucht die 41 Jahre alte Maschinenbauingenieurin regelmäßig die Zauberschule. Nach zwei Jahren Studium absolvierte sie die Abschlussprüfung, die zugleich als Aufnahme in den Magischen Zirkel von Deutschland gilt. Seitdem nimmt sie an den Fortbildungen teil, denn mit ihrer Studienkollegin Birgit, im profanen Leben Krankengymnastin, tritt sie bei privaten Feten und bei Firmenfeiern auf, mit Close-up-Zauberei und Fesseltricks.“Der Markt wird größer”
Es gibt nicht viele reguläre Zauberschulen. Bis vor wenigen Jahren war die ZAD in ganz Europa einzigartig, doch das Interesse hat sich gesteigert. “Der Markt wird größer”, sagt Christiane Havener, studierte Betriebswirtin und Leiterin der ZAD. Vor vier Jahren kaufte die 31-Jährige die Schule ihrem Vater ab und leitet sie jetzt gemeinsam mit ihrem Mann Thorsten, einem Gedankenleser. “Wir machen auch Coachings, und mein Vater ist oft für Theater und Film tätig, wenn es um Zauberei geht.” Auch bei “Out of Rosenheim” war er als Berater dabei.
Nicht nur Väter und Großmütter
Leute aller Altersstufen und Berufe studieren die Zauberkunst, sagt die mehrfache magische Preisträgerin: nicht nur Väter und Großmütter, die für die Familie trainieren, sondern auch Manager, die ihre Vorträge abwechslungsreicher gestalten wollen und natürlich Profis, die die Fortbildungskurse der hochkarätigen Dozenten nutzen.
Schon über 800 Hobbyzauberer ausgebildet
Die zweitgrößte Ausbildungsstätte Deutschlands ist die Zauberschule Jedinat in Sandhausen bei Heidelberg. Sie unterrichtet in vielen Sparten wie Bühnen-, Salon- und Partyzauberei, Mikromagie oder Tischzauberei. In den Filialen in Frankfurt, Stuttgart, Hamburg und München wurden schon über 800 Hobbyzauberer ausgebildet. Der Bedarf an Kursen ist mittlerweile so groß, dass auch die meisten Volkshochschulen Workshops anbieten.
Dachverband der Magische Zirkel
Die Zauberer sind gut organisiert. Ihr Dachverband, der Magische Zirkel, wurde 1912 gegründet. Heute agieren im Land 80 Ortszirkel, deren Mitglieder vom Hobbyzauberer bis zu Weltstars wie Siegfried & Roy reichen. Bis in die 70-er Jahre hinein war der Zutritt für Frauen verboten, heute ist ein großer Teil der Studenten weiblich. “Alle drei Jahre veranstalten wir deutsche Meisterschaften”, sagt Harold Voit, Vorsitzender des Ortszirkels München. Die drei Gewinner dürfen dann an der Weltmeisterschaft teilnehmen.
Trainieren für die WM
“Man braucht schon drei bis vier Jahre, um für die WM zu trainieren”, sagt Martin Kaeppel, Absolvent der ZAD und nominiert für die Weltmeisterschaft 2006 in Stockholm. “Die klassische Zauberkunst besteht aus Tricktechnik und Psychologie”, verrät der 28-Jährige, denn so viel darf bei aller Geheimhaltung verraten werden: “Bei der Mentalmagie handelt es sich aber zu 95 Prozent um reine Psychologie und manchmal ist auch gar keine Tricktechnik dabei.”

Mit 3534 km war die Spanienreise von Lex und Alina die bislang längste Tournee. Das deutsche Illusionistenduo kann mittlerweile auf Erfolge in 7 Europäischen Ländern zurückblicken und wurde zur Eröffnung des größten Katalonischen Open Air Magierfestivals
Der Festungshof bebte im Standing Ovation Finale der Show und die Veranstalter waren begeistert, sich auch in diesem Jahr wieder gesteigert zu haben. Eine Woche nach dieser Show findet das einwöchige Festival
Das Raunen im Saal war noch nicht verstummt, da tat es Verwandlungskünstler Lex ihr gleich. Anwesende Damen waren verblüfft und die Herren sichtlich amüsiert, wenn es doch im richtigen Leben doch auch so schnell ginge, dachten sich wohl die Meisten der anwesenden Gäste aus Politik und Wirtschaft. Auf der Bühne wurde nun Künstlerin Alina gefesselt, aber selbst unter der Fessel wechselte sie ihr Abendkleid so flink, dass es an Filmschnitt grenzte. Als sie sich danach mit einem weiteren Kostümwechsel blitzschnell von ihren Fesseln befreite bebte der Saal. Es folgte ein Feuerwerk von Sekunden - Kleiderwechseln, teilweise noch einmal mitten im Saal, bis beide Magier im Finale ganz in weiß im Hochzeitskleid bzw. Smoking im jubelnden Schlussapplaus die Bühne wieder freigaben. Die Fotografen hatten wahrhaft Mühe, den Beiden zu folgen – das war Magie pur, ganz ohne Schnörkel und Kisten.




